Mauretanien: Fischbasierte Mahlzeiten für Schulkantinen
Hintergrund
Aufgrund der sehr günstigen hydroklimatischen Bedingungen gehören die mauretanischen Küsten zu den fischreichsten der Welt. Kleine pelagische Arten sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung, da sie die wichtigsten Meeresfänge darstellen und eine wesentliche Ressource zur Linderung von Armut und Ernährungsunsicherheit sind.
Angesichts dieser Situation und des wachsenden Interesses an der Schulspeisung bat der mauretanische Staat seine technischen und finanziellen Partner um Unterstützung bei der Umsetzung einer nachhaltigen Schulspeisungspolitik. Diese Politik dient als Grundlage für die Entwicklung eines nationalen Schulkantinenprogramms, das auf lokalen Produkten basiert. Vor diesem Hintergrund führte die GIZ in Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Welternährungsprogramm (WFP) das Pilotprojekt „Fischbasierte Produkte in Schulkantinen“ durch. Dieses Projekt war Teil des Programms PromoPêche (SEWOH), einer Multi-Geber-Initiative zur Unterstützung der Entwicklung einer nachhaltigen Fischerei in Mauretanien.
Ziele
Das allgemeine Ziel des Projekts bestand darin, durch PromoPêche einen Beitrag zur Ernährungssicherheit und zur Armutsbekämpfung in Mauretanien zu leisten. Dies sollte durch eine gestärkte Wertschöpfungskette für handwerkliche Fischereierzeugnisse, menschenwürdige Arbeitsplätze und die nachhaltige Nutzung von pelagischem Fisch in Mauretanien erreicht werden.
Das spezifische Ziel bestand darin, die nationale Schulspeisungspolitik zu unterstützen, um die Ernährungssicherheit von Schülern in den am stärksten benachteiligten Gebieten zu verbessern; insbesondere die Verpflegung von 57.378 Schülern in 153 Schulkantinen gemäß den PAM-GIZ-PNAS-Vereinbarungen von 2021.
Aktivitäten und Ergebnisse
Für die Durchführung des Auftrags hat das Beraterteam zwei Arbeitspakete (AP) bearbeitet, nämlich:
AP 1: Entwicklung des Grundkonzepts der Analyse der Ausgangssituation des Pilotprojekts mit der Identifizierung/Validierung der Herstellungsprozesse der Produkte, die in Schulkantinen eingeführt werden sollen
1. Durchführung von Stakeholder-Interviews
2. Identifizierung und Analyse von Produkten und Verarbeitungsmethoden
3. Erarbeitung und Validierung des Grundkonzepts
4. Begleiten von Gesundheits-, Ernährungs- und Akzeptanztests
5. Auswahl von Anbietern für die Lieferung von Lebensmitteln
6. Ausarbeitung eines Verfahrenshandbuchs und eines Fahrplans am Ende von AP 1
AP 2: SWOT-Analyse und Konzept des Scaling Up
7. Erstellung einer Übersicht über Akteure und Prozesse
8. Durchführen einer SWOT-Analyse
9. Erarbeitung eines Produktions- und Vertriebsplans für Jahr 1
10. Erarbeitung einer Beschreibung der Möglichkeiten für Erweiterung, Optimierung und Wachstum
11. Erarbeitung eines Plans zur Integration von Fischprodukten in nationale Strategien
12. Ausarbeitung des Abschlussberichts und Organisation eines Workshops zur Rückgabe
Beginn:
2022
Ende:
2022
Federführend:
Nein
Region:
Africa
Western Africa
Land:
Mauritania
Klient:
GIZ
Sektor:
Aus- und Fortbildung
Fischerei
Wertschöpfungsketten